 |
„Wir versuchen, jedes Jahr etwas neues Interessantes zu bringen“,
sagt Jörg Frödtert zu backfischfest.de, der Internetadresse,
die nun schon seit 1998 ihren Beitrag dazu leistet, dass man sich über
das größte Wein- und Volksfest am Rhein theoretisch
von jedem Ort der Welt aus informieren kann. Wie sich die Website
seit 1998 entwickelt hat, lässt sich jederzeit nachvollziehen.
Sämtliche Seiten der vergangenen Jahre, von der eher textdominierten
98er-Site bis zur technisch aufwändigen Version von diesem
Jahr, haben die Macher der Site im Archiv belassen; sie sind jedermann
zugänglich.
Nun
könnte man fragen: „Wen interessiert denn das virtuelle Backfischfest?“
Antwort: nicht wenige. Tendenz: steigend. Mehr als 350000 Mal ist
das Portal in diesem Jahr aufgerufen worden. 2001 wurden noch weniger
als 264000 Zugriffe registriert.
„Grund
für diesen enormen Zuwachs sind vor allem die Webcams“, sagt
Frödtert, Geschäftsführer der Firma internet-connect,
die die Site zwar schon immer, aber erst seit 2001 als GmbH betreut.
Seit marktplatz-meine-region.de - eine Initiative der EWR AG, Sparkasse
Worms und Volksbank Worms-Wonnegau gesponsert und in der Wormser
Zeitung geworben habe, sei die Site auch auf immer mehr und durchgehend
positive Resonanz gestoßen. Die Sympathiebekundungen für
das Wormser Fest reichen von Thüringen bis Kanada, wie der
Blick ins „Backfischfestbuch“ (Gästebuch) zeigt, das ständig
im Auge behalten werden muss, damit es nicht missbraucht wird.
Das
Sponsoring hat auch die Installation einer zweiten Kamera vor dem
Wonnegauer Weinzelt ermöglicht – ein Spaßelement, das
viele zusätzliche Besucher auf die Seite lockt. Neu ist auch
das dynamische Erscheinungsbild der Site: Jedes Mal, wenn man die
Empfangsseite anklickt oder neu lädt, erwartet einen eine neue
Impression vom Weinfest. Gleichzeitig sieht man rechts oben immer
aktuell, ob man die Seite gerade alleine besucht, oder ob sich parallel
noch andere Besucher dort umsehen. Rekord: 48 Besucher gleichzeitig
bei backfischfest.de.
Langweilig
braucht es einem spätestens seit 2002 auf der Site nicht mehr
zu werden. Man kann kostenlos einen Newsletter (eine zu Festzeiten
täglich aktualisierte E-Mail-Nachricht) abonnieren, in dem
man die Programmpunkte des Tages und sonstige Neuigkeiten erfährt,
man kann sich die Fahrpläne aller Pendeldienste vom und zum
Festplatz ansehen, jedes Bild der Fotogalerie als „elektronische
Postkarte“ versenden, an Abstimmungen teilnehmen und sich deren
Ergebnisse ansehen, man kann sich den Festplatz von der Luft aus
betrachten, im Archiv blättern, das bisweilen interessante
Details dokumentiert, sich über das erste aller Backfischfeste
informieren und vieles mehr.
Hinter
all dem steckt natürlich viel Idealismus. Sieht man sich die
Unmengen von Fotos an, die schon vor dem eigentlichen Fest beim
Aufbau, natürlich jeden Tag während des Festes, vom Wonnegauer
Weinzelt, von sämtlichen Fahrattraktionen und allen Verkaufsständen,
vom Umzug und vom Feuerwerk gemacht worden sind, sieht man die vielen
kleinen Filmsequenzen – zum Beispiel die „Aktivitäten“ im Weinzelt
im Zeitraffer –, sieht man das Backfischfestbuch, die Umfragen,
Statistiken, Pläne und alles andere: dann glaubt man sofort,
dass die Firma mit ihren in Backfischfestzeiten fünf Mann hier
mehr gibt als nimmt. Im Laufe der Jahre wisse man aber immer besser,
was wann zu tun sei, sagt der Jungunternehmer, dessen Firma unter
anderem auch das Design für die neue Site der Stadt Worms entworfen
hat. „Und am Informationsangebot sieht man auch, dass die Zusammenarbeit
mit der Stadt von Jahr zu Jahr besser funktioniert.“
Philip Schäfer / Sonderbeilage der Wormser Zeitung
vom 26.September 2002, Nr.224
in Zusammenarbeit mit der Werbegemeinschaft Worms e.V.: Worms publik
Hinweis: Dieser Artikel ist © copyright 2002
Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG
|